Wie ein nephrologisches Zentrum zwischen Dialyse, PVS und KI navigiert
Mit Prof. Dr. Bernd Hohenstein, ärztlicher Leiter eines der größten nephrologischen Zentren Deutschlands

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Digitale Medizin klingt oft nach Zukunft und großen Versprechen. In der Versorgung zeigt sich jedoch schnell, dass die eigentlichen Probleme viel grundlegender sind. Es geht nicht um einzelne Tools oder neue Technologien, sondern um Zeit, Übersicht und funktionierende Abläufe im Alltag.
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Bernd Hohenstein, der ein großes nephrologisches Zentrum verantwortet und seit Jahren an genau diesen Fragen arbeitet. Was passiert, wenn man Digitalisierung nicht als Projekt versteht, sondern als strukturelle Veränderung von Versorgung. Wie entsteht echte Entlastung für Ärztinnen und Ärzte. Und warum viele Systeme heute mehr Zeit kosten, als sie zurückgeben.
Das Gespräch gibt einen seltenen Einblick in die Realität eines hochspezialisierten Fachbereichs. Zwischen Dialyse, komplexen Verläufen und einer hohen Patientendichte wird deutlich, wie groß die Lücke zwischen technischer Möglichkeit und tatsächlicher Umsetzung ist. Gleichzeitig zeigt sich, wo konkrete Fortschritte entstehen können. Dort, wo Daten zugänglich werden, wo Prozesse neu gedacht werden und wo KI sinnvoll eingebettet wird.
Für Ärztinnen und Ärzte ist das keine abstrakte Diskussion, sondern eine sehr direkte Frage des Arbeitsalltags. Weniger Suchen, weniger Dokumentationsaufwand, mehr Überblick und damit mehr Zeit für Patienten. Für Entscheider und Organisationen geht es um Effizienz, Qualität und die Zukunftsfähigkeit von Versorgung.
Diese Folge richtet sich an alle, die nicht über Digitalisierung sprechen wollen, sondern verstehen möchten, wie sie in der Praxis funktioniert und wo die eigentlichen Hebel liegen.
Gast dieser Folge ist Prof. Dr. Bernd Hohenstein