Haben Sie in Ihrer Arztpraxis bereits eine/n Digitalisierungsmanager/in

Die neue IHK Weiterbildung für Führung und Digitalisierung im ambulanten Gesundheitswesen 

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In vielen Arztpraxen ist Digitalisierung längst angekommen. Online-Termine, digitale Patientenaufnahme, KI-gestützte Dokumentation oder Telefonassistenten gehören für viele Teams inzwischen zum Alltag. Und trotzdem höre ich immer wieder denselben Satz:

Eigentlich haben wir alles digital. Aber leichter ist es nicht geworden.


Diese Beobachtung zieht sich durch über 230 Folgen des docsdigital Podcasts und durch zahlreiche Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen aus Praxen und MVZ. Die Frage ist daher nicht mehr, ob wir digitalisieren sollen. Die Frage ist, wie wir Digitalisierung steuern.

Technik ist selten das eigentliche Problem

Die meisten Praxen scheitern nicht an fehlender Technik. Die Systeme funktionieren, Anbieter sind vorhanden, Lösungen lassen sich einkaufen. Was fehlt, ist der Überblick. Entscheidungen werden nebenbei getroffen, oft unter Zeitdruck. Neue Tools kommen hinzu, ohne dass bestehende Abläufe konsequent angepasst werden.


So entstehen digitale Inseln. Jede für sich sinnvoll, zusammen jedoch unübersichtlich. Das Team verliert Orientierung, Prozesse werden komplizierter und der erhoffte Nutzen bleibt aus.


Digitalisierung wird dann schnell als zusätzliche Belastung wahrgenommen. Nicht, weil sie per se problematisch ist, sondern weil niemand sie wirklich führt.


Digitalisierung ist eine Führungsaufgabe

Spätestens an diesem Punkt wird klar: Digitalisierung in der Arztpraxis ist keine IT-Frage. Sie ist eine Führungs- und Entscheidungsaufgabe.


Digitale Lösungen greifen tief in den Praxisalltag ein. Sie verändern Arbeitsabläufe, Zuständigkeiten, Kommunikation und nicht zuletzt die Arzt-Patienten-Beziehung. Wer diese Veränderungen nicht aktiv gestaltet, reagiert nur noch.


Genau hier entsteht der Bedarf nach einer klaren Rolle. Jemandem, der Digitalisierung nicht nebenbei betreut, sondern strategisch denkt, priorisiert und umsetzt.

Was ein Digitalisierungsmanager in der Praxis leisten

Der Digitalisierungsmanager ist kein Technikverwalter. Es geht nicht darum, jedes Tool im Detail zu programmieren. Es geht darum, Zusammenhänge zu verstehen und Entscheidungen vorzubereiten.


Dazu gehören unter anderem


  • die Bewertung digitaler Lösungen im Hinblick auf den tatsächlichen Praxisnutzen
  • die Abstimmung von Technik und Arbeitsabläufen
  • die Begleitung von Teams bei Veränderungen
  • die Zusammenarbeit mit IT-Dienstleistern
  • der Blick auf rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen


Vor allem aber geht es um Verantwortung. Digitalisierung braucht jemanden, der den Überblick behält und Entscheidungen einordnet.

Warum eine strukturierte Weiterbildung sinnvoll ist

Aus dieser Praxisrealität heraus ist die neue IHK-Weiterbildung zum Digitalisierungsmanager im ambulanten Gesundheitswesen entstanden. Im Gespräch mit Oliver Frielingsdorf von der Frielingsdorf Akademie wird deutlich, dass diese Weiterbildung keine theoretische Ergänzung sein soll, sondern eine Antwort auf konkrete Probleme im Alltag.


Viele Praxen verfügen heute über eine gute technische Ausstattung. Der erlebte Mehrwert bleibt jedoch oft hinter den Erwartungen zurück. Studien zeigen, dass fehlende Integration und fehlende Gesamtkonzepte dafür eine zentrale Rolle spielen.


Die Weiterbildung richtet sich deshalb bewusst an Praxisinhaberinnen, Praxisinhaber und MVZ-Leitungen. Digitalisierung soll nicht delegiert, sondern verstanden und geführt werden.

Prozesse und Menschen entscheiden über den Erfolg

Patrick Birth, Experte für IT-Infrastruktur und Praxisprozesse, bringt es klar auf den Punkt. Die Technik ist selten das größte Problem. Entscheidend sind die Abläufe in der Praxis. Digitale Lösungen funktionieren nur dann, wenn Prozesse konsequent angepasst werden.


Gleichzeitig darf der menschliche Faktor nicht unterschätzt werden. Michaela Lückenotto begleitet als Expertin für Change-Management Veränderungsprozesse in Praxen und MVZ. Ihre Erfahrung zeigt, dass Widerstände meist aus Unsicherheit entstehen. Unklare Rollen, fehlende Kommunikation und ungeklärte Erwartungen bremsen Digitalisierung oft stärker als jede technische Hürde.

KI verändert auch die ärztliche Rolle

Ein weiterer Schwerpunkt der Weiterbildung ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Arztpraxis. Dabei geht es nicht nur um Dokumentation oder Effizienz. KI verändert auch Kommunikation, Entscheidungsfindung und Verantwortung.

Patientinnen und Patienten kommen zunehmend mit KI-generierten Vorschlägen in die Praxis. Das stellt neue Fragen. Wer entscheidet am Ende. Wo liegen Grenzen. Wie bleibt Vertrauen erhalten. Diese Themen lassen sich nicht mit einem Tool beantworten. Sie erfordern ärztliche  Klarheit.


Der Digitalisierungsmanager ist längst kein zusätzliches Extra mehr. Er wird zum Dreh- und Angelpunkt moderner Praxen und MVZ. Digitalisierung gelingt dort, wo Verantwortung klar ist, Prozesse durchdacht sind und Menschen mitgenommen werden.


Die neue IHK-Weiterbildung bietet dafür einen strukturierten und praxisnahen Rahmen. Hier mehr erfahren:  Digitalisierungsmanager/in (IHK) – ambulantes Gesundheitswesen

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