Künstliche Intelligenz verändert Shared Decision Making zwischen Arzt und Patient 

Wie KI und ein praktischer Prompt-Guide die gemeinsame Entscheidungsfindung stärken 

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Warum Ärztinnen und Ärzte das KI-Whitepaper kennen sollten

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr Zukunftsmusik. Viele Patientinnen nutzen heute schon Tools wie ChatGPT, um Arztbriefe zu verstehen, Fragen vorzubereiten oder Therapieoptionen zu vergleichen. Damit verändert sich die Gesprächskultur im Sprechzimmer deutlich. Ärztinnen und Ärzte stehen vor der Herausforderung, auf besser vorbereitete Patientinnen einzugehen und gleichzeitig Unsicherheiten über die Zuverlässigkeit von KI-gestützten Informationen abzufangen.


Genau hier setzt das Whitepaper zu Künstlicher Intelligenz und Shared Decision Making an, das gemeinsam von zwölf Autorinnen und Autoren erarbeitet wurde – unabhängig von Roche, aber initiiert und begleitet von Anja Thelen, Patient Partnership Lead Neuroimmunologie.



Inhalte des Whitepapers kurz erklärt

Das Whitepaper  richtet sich ausdrücklich sowohl an Patientinnen als auch an Behandlungsteams. Es erklärt, was Shared Decision Making bedeutet, wie Large Language Models funktionieren und welche Chancen sowie Risiken sich im medizinischen Alltag ergeben.


Für Ärztinnen besonders wichtig sind die Abschnitte zu ethischen und rechtlichen Fragen. Dazu gehören der Umgang mit sensiblen Daten, die Gefahr von Halluzinationen und die Frage, wie sich KI-Ergebnisse kritisch einordnen lassen.

Der praktische Prompt-Guide für Patientinnen und Teams

Herzstück des Whitepapers ist ein Prompt-Guide, der konkrete Anwendungsbeispiele liefert. Patientinnen können lernen, wie sie Arztbriefe verständlich zusammenfassen lassen oder Fragen für den nächsten Termin strukturiert vorbereiten. Behandlungsteams erhalten Hinweise, wie KI sinnvoll in die Kommunikation eingebunden werden kann, ohne die ärztliche Verantwortung zu verlieren.


Das bedeutet: Wer als Ärztin mit Patientinnen arbeitet, die dieses Whitepaper kennen, darf davon ausgehen, dass die Gesprächsvorbereitung strukturierter und oft auch zielführender abläuft. Zeit kann besser genutzt werden, weil Fragen gebündelt vorliegen. Gleichzeitig bleiben ärztliche Kompetenz und kritische Einordnung unverzichtbar.


Rückmeldungen aus Praxis und Patientenkreisen

Bei einem Summer Summit in Grenzach wurde das Whitepaper mit über hundert Patientinnen praktisch erprobt. Die Resonanz war eindeutig positiv. Patientinnen berichteten, dass sie mehr Sicherheit gewannen, wenn sie mit klaren KI-gestützten Vorbereitungen ins Arztgespräch gingen. Ärztinnen wiederum sahen die Chance, dass die begrenzte Sprechstundenzeit effektiver genutzt werden kann.


Warum das Whitepaper relevant ist

Für Ärztinnen und Ärzte ist das Whitepaper gleich aus zwei Gründen bedeutsam. Erstens, weil es Patientinnen ermächtigt, KI sinnvoll einzusetzen und dadurch besser vorbereitet in die Praxis zu kommen. Zweitens, weil es Behandlungsteams eine Grundlage bietet, wie Shared Decision Making mit KI aussehen kann, realistisch, praxisnah und rechtlich reflektiert.


Fazit

KI wird die ärztliche Rolle nicht ersetzen, sie aber verändern. Wer Patientinnen ernst nimmt und die neuen Werkzeuge aktiv in die Kommunikation integriert, stärkt nicht nur Shared Decision Making, sondern auch die eigene Position als verlässliche ärztliche Instanz.


Das Whitepaper liefert dafür den entscheidenden Einstieg und ist kostenlos verfügbar.

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