Wie KI den ärtlichen Nachwuchs rettet und Experten verunsichert - Dr. David Werner, Radiologe

Dr. David Werner erklärt, wie Künstliche Intelligenz den radiologischen Alltag verändert  und warum wir jetzt handeln müssen.

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Warum dieses Thema alle Radiolog:innen betrifft

Die Radiologie steht wie kaum ein anderes Fachgebiet im Zentrum der Debatte um KI in der Medizin. Hier geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Verantwortung, Ausbildung und das Selbstverständnis unseres Berufs. Dr. David Werner weiß das aus erster Hand.


Wer ist Dr. David Werner?

Er ist Facharzt für Radiologie, Vater von zwei Kindern und seit Kurzem KI-Beauftragter bei Radiologie Rhein-Nahe. Mit einem MHBA-Abschluss und viel Engagement treibt er die digitale Transformation in seiner Praxis voran  und denkt KI nicht nur als Werkzeug, sondern als Teil einer neuen Haltung.


Zwischen Begeisterung und Skepsis

In einer eigenen Studie zur Prostata-MRT zeigt sich, wie viel Potenzial in KI steckt: Die KI misst genauer als Ärzt:innen, spart Zeit und verbessert die Sensitivität bei Beginnern deutlich. Gleichzeitig offenbart sich ein Spannungsfeld. Erfahrene Kolleg:innen verlieren durch die KI teilweise an Sensitivität. Ein Paradoxon, das nachdenklich macht.


“A fool with a tool is still a fool”

Dr. Werner bringt es auf den Punkt. Nur mit KI allein ist niemand besser. Ohne das Verständnis der Technologie, die Bereitschaft zur Fortbildung und den Mut, Dinge zu hinterfragen, bleibt auch das beste Tool nutzlos. Ärztliche Verantwortung ist nicht delegierbar.



Wie Schulung überzeugt, nicht überfordert


In seinem Praxisumfeld setzt Dr. Werner auf niedrigschwellige Schulungen, echte Demonstrationen und Dialog. Er bringt Kolleg:innen aus Medizin, IT, Recht und Ethik zusammen. Besonders wirksam, der Moment, wenn Mitarbeitende das erste Mal erleben, was ein LLM wie ChatGPT kann. Neugier und Skepsis treffen hier produktiv aufeinander.



KI ist kein Ersatz, aber ein Verstärker


Die Zukunft der Radiologie liegt nicht im Entweder-Oder. Es braucht beides: menschliche Kompetenz und maschinelle Unterstützung. KI kann Routine entlasten, bei komplexen Entscheidungen aber bleibt der Mensch gefragt. Besonders wichtig,  Patient:innen wollen beides. Sie vertrauen der Technik, aber nur dann, wenn auch ein Mensch mitdenkt.



Gestalten statt überrollen lassen


Dr. avid Werner appelliert an alle Ärzt:innen. Jetzt ist die Zeit, sich einzubringen. Nicht alles funktioniert auf Anhieb, aber nur wer anfängt, kann mitreden. Fortbildung, Vernetzung und offene Diskussionen sind entscheidend, um die Chancen der KI sinnvoll zu nutzen.




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