Löst die KI die DiGA ab oder kommt sie endlich in die DiGA?

Im Gespräch mit Malte Bornholdt und Hosun Lee über die Zukunft digitaler Gesundheitsanwendungen

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Wenn Patientinnen und Patienten KI Tools nutzen

Immer häufiger berichten mir Patientinnen und Patienten, dass sie in belastenden Situationen KI Chatbots verwenden. Vor kurzem erzählte mir ein Patient mit Depression und Migräne, er habe sich in mehreren Nächten mit einer KI unterhalten und sich verstanden gefühlt. Diese Begegnung zeigt, wie selbstverständlich KI Werkzeuge bereits genutzt werden. Für uns als Ärztinnen und Ärzte stellt sich die Frage, wie wir solche Erfahrungen sicher einordnen und medizinisch begleiten.


Was bedeutet das für die DiGA Landschaft

Während KI Systeme unkompliziert verfügbar sind, wirken DiGA oft regulierter und weniger sichtbar. Gleichzeitig bieten DiGA geprüfte Qualität, strukturierte therapeutische Konzepte und eine klare Indikationsorientierung. Die spannende Frage lautet daher, wie sich beide Bereiche zueinander entwickeln. Wird KI manche DiGA ersetzen Kommt KI in zukünftige DiGA hinein Oder erleben wir eine neue Art digitaler Versorgung, die beides miteinander verbindet


Perspektiven aus der Entwicklung digitaler Anwendungen

Im Gespräch mit Malte Bornholdt und Hosun Lee habe ich diese Fragen vertieft. Beide entwickeln seit vielen Jahren digitale Gesundheitsanwendungen und kennen die Schnittstellen zwischen Innovation, Regulierung und klinischer Realität. Wir sprechen darüber, welche DiGA sich durchsetzen, wie Patientinnen und Patienten digitale Angebote tatsächlich nutzen und an welchen Stellen KI bisherige Formate ergänzt oder irritiert.


Worauf Ärztinnen und Ärzte achten sollten

Viele Kolleginnen und Kollegen berichten, dass sie den Überblick über die wachsende Vielfalt digitaler Angebote verlieren. Welche DiGA sind medizinisch sinnvoll Welche KI Werkzeuge passen zu welchem Patientenprofil Und wie kommunizieren wir, wenn Menschen bereits mit einer KI gesprochen haben und mit bestimmten Erwartungen oder Annahmen in die Sprechstunde kommen


Unterstützung für das DiGA Gespräch im Praxisalltag

Für diese Situationen habe ich meinen neuen Fächer entwickelt.  77 Impulse für das Arzt Patienten Gespräch zu DiGA helfen dabei, digitale Gesundheitsanwendungen präzise einzuordnen und im Praxisalltag verständlich zu vermitteln. 


Ein realistischer Blick auf digitale Versorgung

Die Podcastfolge mit Malte und Hosun zeigt, wie sich die Themen KI und DiGA gegenseitig beeinflussen und welche Chancen entstehen, wenn ärztliche Perspektiven früh in die Entwicklung digitaler Anwendungen einfließen. Sie lädt dazu ein, digitale Medizin nicht als Trend, sondern als Teil des klinischen Alltags zu betrachten.